3D Polarisationsbrille

Veröffentlicht am Sonntag, 15. November 2009. Geschrieben von admin.

Das Grundverfahren, mit dem diese Brille arbeitet, ist das des polarisierten Lichtes. Bei einer sogenannten „Aufprojektion“, d.h. Betrachter und Projektor befinden sich auf derselben Seite der Leinwand, benötigt man eine metallisierte Leinwand, die das projizierte Licht zurückstrahlen kann.

Denkbar ist auch das Verfahren der Rückprojektion, d.h. die Leinwand befindet sich zwischen Projektor und Betrachter und muss permeabel, d.h. durchlässig sein. Die Bilder entstehen durch i.d.R. zwei Projektoren, bei denen das Licht vor oder nach dem Objektiv durch ein sogenanntes Z-Screen polarisiert wird. Sehr bekannt ist dies Verfahren durch die IMAX 3D Kinos. Insgesamt scheint sich dies Verfahren bei vielen Kinoproduktionen in 3d durchzusetzen.

Die Brille zum Betrachten von polarisierten Filmen besteht auch aus zwei Polarisationsfiltern, die jeweils nur das passsende Polarisationslicht durchlassen und somit garantieren, dass jedes Auge nur „sein Bild“ erhält.

Beim Polarisationsverfahren gibt es zwei verschiedene Verfahrenstechniken: Das lineare und das zirkuläre Verfahren. sie sind nicht zueinander kompatibel. Das lineare Verfahren schwingt Licht in einer Ebene, die vom Filter vorgegeben wird. Die beiden Filter der Brille müssen in einem 90 Grad Verhältnis zueinander stehen. Nachteil dieses Verfahrens ist, dass Kopfneigungen zu doppelten Bildern (ghosting) führen.

Die zirkulare Polarisation wird durch zwei Filtervorgänge erreicht. Zuerst wird das Licht linear polarisiert und anschließend durch einen Lambda/4 Verzögerungsfilter in Drehungen versetzt. Dieser Verzögerungsfilter wiederum muss klar im Winkel von 45 Grad zur linearen Polarisation ausgerichtet sein, damit es zu einer zirkularen Schwingung kommt. Dabei unterscheidet man links und rechtsdrehende Filter. Eine entsprechend zirkular polarisierte Brille blockiert dann mit dem jeweiligen Auge die gegenteilige Zirkularisation. Diese Technik findet in den meisten 3 D Kinos Anwendung. Die Ausgabe von einmal Brillen unterstützt diese Technik.
Grundsätzlich isst die auch in Zusammenwirken mit Monitoren denkbar, nur können sich dann die Werte der Position der zirkularen zu den linearen Brillenanteilen verändern. Wichtig ist bei dieser Projektionstechnik u beachten, dass das aus dem Projektor austretenden Licht zuerst immer den linearen Filter durchdringen muss. Sonst sind keine Bilder zu sehen. Dafür garantiert dies Verfahren aber einen ungestörten Betrachtergenuss (kein Ghosting).

Dieser Artikel wurde am Sonntag, 15. November 2009 um 16:00 erstellt, und verzeichnet unter 3D News.

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