3D Technik

Das älteste Verfahren zur Darstellung ist die anaglyphe Projektion. Dabei müssen die Filme durch eine spezielle Brille angesehen werden, die auf beiden Seiten eine andere Färbung hat. Das bekannteste Beispiel ist die Rot-Grün-Brille. Jeweils eine Seite wirkt dabei als Filter und löscht die jeweilige Farbe aus dem Bild, die Farbe des anderen Auges wird schwarz dargestellt und so entstehen für das Gehirn zwei verschiedene Bilder und der räumliche Effekt. Neben den rot-grünen Brillen gibt es aber auch noch andere Farbfilter, zum Beispiel das „Deep Vision“ –Filtermodell, bei dem statt Grün Blau verwendet wird. Die letzte Neueinführung eines solchen Filtersystems geschah 2008, als für den Film Reise zum Mittelpunkt der Erde Brillen mit grüner und magentafarbener Folie eingesetzt wurden. In den heutigen 3D-Kinos spielt das anaglyphe System kaum noch eine Rolle.

Die heutigen Verfahren unterscheiden sich prinzipiell in 2 verschiedene Prinzipien, zum einen die Polarisation und zum anderen das Shutter-Verfahren. Das Shutterverfahren arbeitet mit speziellen Brillen, die über Infrarot angesteuert und synchronisiert werden. Die Brillengläser enthalten jeweils eine LCD-Fläche, die in extrem kurzen Abständen zwischen durchsichtig und verdunkelt wechselt. So sieht jeweils nur ein Auge ein Bild und beide Bilder zusammen erzeugen dann den räumlichen Effekt. Dieses System wird derzeit in recht vielen Kinos eingesetzt, da keine besonderen Voraussetzungen erfüllt werden müssen, um dieses System nachzurüsten.

Bei Polarisationsverfahren wurden früher 2 Projektoren verwendet, die dasselbe Bild aus anderen Winkeln auf die Leinwand projizierten. Neuere Geräte können dies auch mit nur einem Projektor realisieren. Allerdings müssen die Zuschauer für dieses System ziemlich gerade vor der Leinwand sitzen, damit der Effekt gut wirkt, zusätzlich kann es zu sogenannten Geisterbildern kommen, wenn der Zuschauer den Kopf neigt. Die Leinwand benötigt für die Darstellung eine spezielle Beschichtung, die das Projektorlicht reflektiert.

Shutterbrillen sind etwas schwerer als die Polarisationsbrillen und in der Anschaffung deutlich teurer als die leichteren und mit weniger Technik ausgestatteten Polarisationsbrillen. Teilweise soll die Verwendung von Shutterbrillen Kopfschmerzen erzeugen, weil jeweils ein Auge abgedunkelt wird und das Ansehen von Filmen so anstrengender für die Augen ist.

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