Kritik | Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät 3D

Veröffentlicht am Donnerstag, 18. Oktober 2012. Geschrieben von .

Wir befinden uns im Jahr 2012 n. Chr. Ganz Gallien ist dem 3D-Wahn verfallen… Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern bevölkertes Dorf wehrt sich gegen den Zwang der dreidimensionalen Konvertierung. Sollte man meinen. In Wirklichkeit sind sie aber auch schwach geworden. Beziehungsweise haben sie das Fidélité Films zu verdanken.

Die vierte Realverfilmung des wohl bekanntesten französischen Duos setzt erneut auf Gérard Depardieu als Obelix, der für diese Figur auch wie geschaffen zu sein scheint. Bei seinem Kumpel Asterix sieht das allerdings anders aus. Nach Christian Clavier und Clovis Cornillac ist diesmal Édouard Baer in die Rolle des kleinen Galliers geschlüpft.

Kurzinhalt

Julius Cäsar (Fabrice Luchini) hat genug von den störrischen Galliern. Deshalb setzt er seine Segel neu und hat es auf Britannien abgesehen. Der Königin (Catherine Deneuve) dort schmeckt das natürlich überhaupt nicht und sie fürchtet um ihr schönes Königreich. Deshalb schickt sie ihren treuen Berater Teefax (Guillaume Gallienne) gen Gallien, damit der schnellstmöglich tatkräftige Unterstützung anfordert. Und der findet sie in Form von Asterix und Obelix, die sich direkt auf den Weg machen. Im Gepäck wie immer Hündchen Idefix und ein Fass mit kostbarem Zaubertrank. Während Obelix sich auf jede Menge Römer freut, ist Asterix genervt von Majestix Neffen (Vincent Lacoste). Der soll die beiden nämlich begleiten und wird direkt entführt.

Kritik

Die Comicserie rund um Asterix und Obelix hat mittlerweile mehr als 50 Jahre auf dem Buckel. Die Geschichten und Abenteuer der zwei Helden entstammen der Fantasie des verstorbenen Autors René Goscinny und dem Zeichner Albert Uderzo. 34 Bände wurden mit den zwei Galliern veröffentlicht, außerdem diverse Kurzgeschichten und zwischen 1967 und 2006 insgesamt acht Trickfilme. 1999 kam dann mit „Asterix und Obelix gegen Caesar“ der erste Realfilm in die Kinos. Er hatte keinen bestimmten Band als Vorlage, wurde vom Publikum aber dennoch gut aufgenommen, während Kritiker vor allem den fehlenden Esprit der Comics bemängelten. Dennoch wurden zwei weitere Fortsetzungen gedreht: „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“ (2002) und „Asterix bei den Olympischen Spielen“ (2008). Vier Jahre folgt nun die vierte Verfilmung.

Hierbei wollte man so ziemlich alles besser machen. Als inhaltliche Vorlagen wurden deshalb „Asterix bei den Briten“ und „Asterix und die Normannen“ verwendet. Und es wurde erstmals auf 3D gesetzt. Das Budget war mit 60 Millionen Euro stattlich, hat sich aber zumindest teilweise gelohnt, denn besser als die ersten drei Realverfilmungen ist „Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät“ allemal. Vor allem visuell hat sich viel getan. Nicht nur durch die 3D-Technik.

Dennoch kommt die Realverfilmung einfach nicht an den Witz der Trickfilme heran. Regisseur Laurent Tirard orientiert sich zwar wirklich nah an der Vorlage und die Besetzung ist sehr stimmig (selbst mit neuem Asterix und einem Gérard Depardieu, der sich seiner Filmfigur optisch immer mehr annähert), doch nicht jeder Gag zündet. Zudem zieht sich der Streifen stellenweise etwas, was das Vergnügen trübt.


Kinostart: 18.10.2012

Originaltitel: „Astérix et Obélix: Au service de Sa Majesté“

Darsteller: Gérard Depardieu, Édouard Baer, Fabrice Luchini, Catherine Deneuve

Regie: Laurent Tirard

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 09:31 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

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