John Carter – Zwischen zwei Welten (3D)

Veröffentlicht am Donnerstag, 08. März 2012. Geschrieben von .

John Carter feiert in diesem Jahr 100-Jähriges. Der Protagonist der elf-teiligen Science-Fiction-Buchreihe von Edgar Rice Burroughs ist der erste Weltraumheld überhaupt und hat in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Abenteuer erlebt. Höchste Zeit, dass er sich nun endlich auf der großen Leinwand verewigen und austoben darf. Wobei: es ist nicht das erste Mal. An der Umsetzungen dieses Projektes haben sich bereits so einige die Zähne ausgebissen. Nun wagt Regisseur Andrew Stanton („Findet Nemo“, „Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf“) mit „John Carter – Zwischen zwei Welten“ den Schritt und macht die Abenteuer auf Barsoom zu einem Erlebnis in 3D. Mit einem ginatischen Produktionsbudget von 250 Millionen Dollar!

Kurzinhalt

Wir schreiben das Jahr 1881. Veteran John Carter (Taylor Kitsch) kämpft noch mit dem Tod seiner Frau, die er erst vor Kurzem im Krieg verloren hat und beschließt, sich von der Armee abzuwenden, um Goldsucher zu werden. Als er vor einer Horde Apachen in eine geheimnisvolle Höhle flüchtet, findet er sich plötzlich auf einem fremden Planeten wieder: Barsoom. Dort wird er direkt versklavt, kann die fremdartigen Wesen aber schnell mit seinem Können für sich gewinnen. Allerdings ist auf Barsoom keinesfalls alles im Lot. Es herrscht ein erbitterter Krieg zwischen den Kulturen und Carter begreift schon bald, dass er nicht ohne Grund auf den Planeten gelangt ist. Unterstützung erhält er vom Anführer der Tharks (William Dafoe) und der schönen Prinzessin Dejah Thoris (Lynn Collins).

Kritik

John Carter dürften vielen bislang überhaupt kein Begriff gewesen sein. Mit seinen Heldengeschichten hat es der Hauptmann in den letzten Jahren kaum über die amerikanische Landesgrenze hinaus geschafft. Und auch die Umsetzung aus dem Hause Disney dürfte nicht unbedingt dazu beitragen. Denn nur, weil ein riesiges Budget verschleudert wurde, heißt das nicht, dass der Film automatisch gut sein muss.

Regisseur Andrew Stanton gibt sich zwar größte Mühe, wie so oft krankt das Projekt aber an einem mehr als dürftigen Drehbuch. Und das ist nicht das einzige Problem. Irgendwie scheint man sich bei der Zielgruppe von „John Carter – Zwischen zwei Welten“ nicht so ganz einig gewesen zu sein. Soll die ganze Familie angesprochen werden (dafür kommt teilweise deutlich zu viel Gewalt vor) oder sollen Science-Fiction-Fans auf ihre Kosten kommen? Denen dürften einige der kitschigen Elemente (und damit ist nicht Hauptdarsteller Taylor Kitsch gemeint) zu viel des Guten sein.

Hauptdarsteller Taylor Kitsch liefert immerhin eine solide Darstellung ab und bringt die weibliche Zuschauerschaft ins Schwitzen. Für die Männer wartet Lynn Collins als kampfeslustiger Augenschmaus auf. Auch so kann man dem Film optisch keinen Vorwurf machen. Die Animationen sind top, der Planet Barsoom ist fantastisch anzuschauen und auch die 3D-Effekte sind für eine nachträgliche Konvertierung recht gelungen. Die undurchsichtige Handlung rettet das allerdings nicht und so bleibt „John Carter – Zwischen zwei Welten“ ein etwas chaotischer Mix aus „Star Wars“ und „Avatar“.


Kinostart: 08.03.2012

Originaltitel: John Carter

Darsteller: Taylor Kitsch, Lynn Collins, William Dafoe

Regie: Andrew Stanton

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 08. März 2012 um 10:14 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

| Blogverzeichnis | Blog Top Liste - by TopBlogs.de | Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de |