Kritik | Cirque du Soleil – Traumwelten (3D)

Veröffentlicht am Freitag, 08. Februar 2013. Geschrieben von .

Der Cirque du Soleil ist längst kein simpler Zirkus mehr. In den letzten 30 Jahren hat sich das einstige 2-Mann-Unternehmen aus Kanada zu einer Mischung aus Kunst, Entertainment und Magie entwickelt und damit schon Menschen auf der ganzen Welt verzaubert. Mehr als 5.000 Mitarbeiter zählen zum Cirque du Soleil, weshalb es nicht verwundert, dass die Unterhaltungsfirma einen eigenen Stern auf dem Walk of Fame hat. Im TV  sowie auf Video und DVD waren bereits zahlreiche Produktionen und Dokumentationen zu sehen. 2012 bzw. 2013 haben James Cameron und Andrew Adamson nachgelegt. Mit „Cirque du Soleil – Traumwelten (3D)“.

Kurzinhalt

Mia (Erica Linz) verliebt sich bei einem Zirkusbesuch in einen Akrobaten – einen Aerialisten – der auch ihr sofort verfällt. Allerdings wortwörtlich. Denn als er sie sieht, stürzt er aus großer Höhe und gelangt dabei in ein anderes Universum. Um zu ihm zu gelangen, muss Mia sieben Welten durchqueren. Eine magischer als die andere. Sie trifft auf geisterhafte Wesen („O“), eine Welt, in der die Gesetze der Wahrnehmung nicht gelten („KÀ“), sprechende Tiere, Schlangenfrauen und Akrobaten. Erst ganz am Ende ihrer Reise trifft sie die Liebe ihres Lebens.

Kritik

Der Cirque du Soleil lebt von beeindruckender Akrobatik. Davon gibt es auch in der dreidimensionalen Umsetzung viel zu sehen. Was dem Film allerdings fehlt, ist die Story. Das Skript von Andrew Adamson („Shrek“, „Die Chroniken von Narnia“), der auch Regie geführt hat, fällt eher dürftig aus. Vielleicht hat sich James Cameron deshalb auch nur als Produzent (und sicherlich „Pusher“ für das Projekt) beteiligt. Denn es wäre auf jeden Fall mehr möglich gewesen.

Denn eigentlich lässt der Film genügend Platz für interessante und spannende Interpretationen. Und auch die Charaktere. Nur geht Adamson darauf in keinster Weise ein. Die Figuren und ihre Beziehungen bleiben flach, „Cirque du Soleil – Traumwelten 3D“ damit ebenfalls. Abgesehen von tollen Tanzperformances, atemberaubenden Kostümen und schöner Musik hinterlässt der Film nicht viel, was schade ist. Denn grandiose Bilder (die auch in Verbindung mit 3D gut funktionieren) allein machen eben noch kein Hollywood Kino.

Wer den Cirque du Soleil in seiner vollen Pracht erleben will, muss wohl doch etwas tiefer in die Tasche greifen und sich ein „normales“ Ticket kaufen. „Cirque du Soleil – Traumwelten 3D“ kann höchstens als Aufwärmung verstanden werden.

Kinostart: 07.02.2013

Originaltitel: Cirque du Soleil – Worlds Apart

Darsteller: Erica Linz, John Clarke, Igor Zaripov

Regie: Andrew Adamson

Dieser Artikel wurde am Freitag, 08. Februar 2013 um 23:16 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2013, 3D Filme Aktuell im Kino.

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