Kritik | Frankenweenie 3D

Veröffentlicht am Donnerstag, 24. Januar 2013. Geschrieben von .

Tim Burton ist ein Genie. Aber er spaltet auch die Massen. Die einen lieben ihn, die anderen können mit ihm und seinen Regiearbeiten nichts anfangen. Auch Disney hatte anfangs so seine Probleme mit dem Kalifornier. „Frankenweenie“ wurde bereits 1984 als Kurzfilm produziert, Burton war für die Regie zuständig. Nachdem die letzte Klappe gefallen war, schmiss man ihn raus. Der Film sei zu beängstigend für Kinder und Burton hätte zu viele Mittel verschwendet. So fristete die Geschichte von Victor Frankenstein ein eher trauriges Dasein und lief nie wirklich in den Kinos. Bis Tim Burton sich nach einer Anfrage von Disney den Film erneut zur Brust nahm und ihn 2012 einem Remake unterzog.

Kurzinhalt

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der junge Victor Frankenstein. Er liebt seinen Hund Sparky über alles und ist völlig am Boden zerstört, als dieser nach einem Unfall stirbt. Dann lernt er im Biologieunterricht allerdings, dass Muskeln von toten Tieren immer noch auf elektrische Impulse reagieren, und plant auf diese Weise Sparky wiederzubeleben. Das schafft er auch, was natürlich Interessierte und Neider auf den Plan ruft. Darunter Victors Banknachbar Edgar. Als dieser damit droht, Victors Experiment zu verraten, tun sich die beiden zusammen und beleben so ziemlich alles wieder, was ihnen in die kleinen Hände kommt. Schon bald zeichnen sich aber erste Anomalien ab und plötzlich wimmelt es nur so von Monstern. Und die wollen keinesfalls nur spielen.

Kritik

Dass Tim Burton kein normaler Regisseur ist, dürfte bekannt sein. Sein Spieltrieb und seine exzentrische Experimentierfreude zeichnen ihn praktisch seit seiner Geburt aus. Zu schätzen wissen das alle, die bereits mit ihm zusammengearbeitet haben: Johnny Depp, Helena Bonham Carter oder auch Winona Ryder, die bei „Frankenweenie“ bereits zum dritten Mal für ihn tätig gewesen ist. Diesmal allerdings nur akustisch, als Stimme von Elsa Van Helsing.

Auch Disney dürfte inzwischen längst begriffen haben, dass man einen Meister wie Tim Burton nicht einfach ziehen lässt. Nicht zuletzt seit „Alice in Wonderland 3D“ (2010). So kam es, dass Burton das Angebot eines Remakes sofort angenommen und seinen einstigen Film knapp 30 Jahre später endlich auf die große Leinwand gebracht hat. Diesmal als animiertes 3D-Horrormärchen.

Schon als Kind hatte Burton selbst ein Faible für Horrorfilme. Und er hatte einen Hund, den er über alles geliebt hat. Man kann sich also gut vorstellen, vorher die Idee zu „Frankenweenie“ gekommen ist. Umgesetzt hat der 54-Jährige sie diesmal in klassischem Schwarzweiß, was besser funktioniert als gedacht. Das gilt übrigens auch für die 3D-Effekte, die wirklich gut zum Tragen kommen. Zusammen mit der Filmmusik von Danny Elfman macht Burton seinen letzten Fauxpas“Dark Shadows“ etwas vergessen. Zumindest für all diejenigen, die sich auf die Geschichte einlassen und vielleicht selber ein Horror-Herz in ihrer Brust schlagen haben.

Tim Burton präsentiert sich auf jeden Fall in Bestform und liefert mit „Frankenweenie“ einen unterhaltsamen Stop-Motion-Streifen, der keinesfalls oberflächlich ist, sondern mit Originalität punktet. Wenn auch nicht zu 100 Prozent.

Kinostart: 24.01.2013

Originaltitel: Frankenweenie

Sprecher: Winona Ryder, Charlie Tahan, Martin Landau

Regie: Tim Burton

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 24. Januar 2013 um 14:36 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2013, 3D Filme Aktuell im Kino.

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