Kritik | „Man Of Steel 3D“

Veröffentlicht am Samstag, 22. Juni 2013. Geschrieben von .

Die Mutter aller Comicverfilmungen ist zurück. Wobei: nein! Eigentlich eher ihr Sohn! Denn in „Man of Steel“ nimmt uns Regisseur Zack Snyder in einem Reboot mit auf Zeitreise. Zurück zu den Anfängen der Heldenhaftigkeit von Clark Kent. Das tut er mit stolz geschwellter Brust, jeder Menge Muskeln und einem stahlharten Protagonisten, der nicht viel zu lachen hat. Leider geht es einem als Zuschauer da nicht anders.

Kurzinhalt

Die Tage des Planeten Krypton sind gezählt. Deswegen hat Jor-El (Russell Crowe) keine Wahl und schickt seinen Jüngsten, Kal-El (Henry Cavill), gen Erde, damit er überlebt. Hier wird er – unter dem Namen Clark – von den einfachen Farmern Martha (Diane Lane) und Jonathan Kent (Kevin Costner) aufgenommen und erzogen. Er ist allerdings kein normales Kind, denn er besitzt Superkräfte. Deren Macht wird er sich allerdings erst bewusst, als die Erde plötzlich von General Zod (Michael Shannon) angegriffen wird und die Menschheit einen Helden braucht.

Kritik

Schon was Optik und Cast angeht, macht „Man Of Steel“ wirklich Eindruck. Es wurden keine Kosten (Budget: 225 Millionen Dollar) und Mühen gescheut, um das Superhelden-Franchise wieder aufleben zu lassen und Clark Kent als einzig wahren Comic-Helden zu feiern (die Konkurrenz schläft ja nicht gerade). Zack Snyder („300“, „Sucker Punch“) macht in knapp 140 Minuten vieles richtig, aber leider auch einiges falsch.

Bei seinem Versuch, einem übermenschlichen Wesen menschliche Züge zu verleihen, bleiben Herz und Humor leider auf der Strecke. Effekt-technisch und actionmäßig ist genug los auf der Leinwand. Eine Mischung aus „Prometheus“, „Matrix“ und „Transformers“ explodiert auf der Netzhaut. Doch irgendwie will sich keine rechte Verbindung zu Clark alias Superman aufbauen, der in seinem engen Kostüm teils etwas verloren wirkt.

Es scheint, als hätten Christopher Nolan und Zack Snyder etwas zu viel gewollt. Sie werfen dem Publikum einen Koloss von Film vor. Und das weiß nicht, was es damit so richtig anfangen soll. Visuell und musikalisch (Hans Zimmer, der Meister persönlich!) einerseits gewaltig, bleiben Inhalt und vor allem die Entwicklung der Charaktere in „Man Of Steel“ ziemlich auf der Strecke. Ebenso der Charme der Comicadaption. Damit ist der Streifen zwar nett anzuschauen, holt einen aber nicht so wirklich ab. Schade für Henry Cavill und alle anderen, die sicher gern mehr gegeben hätten.

Tolles Blockbuster-Kino ist „Man Of Steel“ aber dennoch. Vor allem für all diejenigen, die von Clark und Co. gar nicht genug bekommen können.

Filmstart: 20.06.2013

Originaltitel: „Man of Steel“

Darsteller: Henry Cavill, Russell Crowe, Diane Lane, Kevin Costner

Regie: Zack Snyder

Dieser Artikel wurde am Samstag, 22. Juni 2013 um 23:29 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2013, 3D Filme Aktuell im Kino.

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