Kritik | „Sadako 3D – Ring Originals 3“

Veröffentlicht am Donnerstag, 04. April 2013. Geschrieben von .

Wenn es um Horrorfilme geht, haben die Japaner die Nase wirklich weit vorn. Für ihr Genre haben sie sogar einen eigenen Namen: „J-Horror“. Passend zu erfolgreichen Gruselschockern wie „Dark Water“, „The Grudge“ oder „Ichi the killer“. Und natürlich der „Ringu“-Reihe, die nun eine weitere Fortsetzung erfährt. Und zwar im Sequel „Sadako 3D – Ring Originals 3“.

Kurzinhalt

Im Internet kursiert das Selbstmord-Video eines Künstlers, das angeblich jeden umbringen soll, der es sich ansieht. Die Geschichte dazu verbreitet sich nahezu von selbst, besonders bei den Schülern einer High School. Auch die Lehrerin Akane (Satomi Ishihara) bekommt davon Wind, als sie ein paar Jugendliche darüber tuscheln hört. Sie hält den Clip aber für einen Scherz, bis tatsächlich eine Schülerin stirbt, nachdem sie sich das Video angesehen hat. Akane wird misstrauisch und begibt sich gemeinsam mit ihrem Freund Takanori (Kôji Seto) auf Spurensuche. Dabei stoßen die beiden recht schnell auf Kashiwada (Yusuke Yamamoto), den Erschaffer des Videos. Er will Sadako (Ai Hashimoto) und damit den bösen Fluch zurückbringen, um die Welt in Chaos zu stürzen. Akana und Takanori müssen sich also gleich zwei übermächtigen Gegnern stellen.

Kritik

Wie es der Inhalt schon verrät, hält „Sadako 3D – Ring Originals 3“ nichts wirkliches Neues bereit. Es ist aber auch schwer, denn die Reihe ist recht ausgelutscht und hat schon ein paar Fortsetzungen zu viel erfahren. Der erste Part, „The Ring“ (das westliche Remake von „Ringu“), aus dem Jahr 2002 war dabei eindeutig am erfolgreichsten. Schon „The Ring 2“ konnte nicht mehr mithalten.

Und auch der 3D-Umsetzung von Regisseur Tsutomu Hanabusa gelingt es nicht, daran anzuknüpfen. Und das nicht nur, weil die 3D-Effekte ziemlich mau sind und billig wirken, sondern auch, weil die Geschichte einfach nicht den Sog des ersten Teils erreicht. „Ring“-Fans wissen längst, wie der Fluch funktioniert und kennen damit gewissermaßen auch den Ablauf der Story. Hanabusa fügt wenig Überraschendes hinzu.

Auch die Schockmomente des Films sind eher subtiler Art. Ein paar wenige können landen, der Rest fliegt – wortwörtlich – am Zuschauer vorbei. Vielleicht liegt es auch daran, dass die einzelnen Charaktere ziemlich blass bleiben und hinsichtlich ihres Profils kaum ausgefeilt werden. Man kann keine richtige Verbindung zu ihnen aufbauen, womit einem ihre Schicksal ziemlich gleich ist. Ein Problem vieler Fortsetzungen. Gerade die „Saw“-Reihe hatte darunter zu leiden. Fühlte man sich im ersten Teil noch mit den Figuren verbunden, so wurde diese „emotionale Bindung“ in den weiteren Parts immer oberflächlicher und man entfernt sich zunehmend vom Geschehen.

Daran hat nun auch „Sadako 3D – Ring Originals 3“ zu knabbern. In Japan ist es zwar bereits der sechste Film der Reihe, aber so langsam dürfte jedem bewusst werden, dass die Thematik keinen Biss mehr hat.

Kinostart: 04.04.2013

Originaltitel: Sadako 3

Darsteller: Satomi Ishihara, Kôji Seto, Ai Hashimoto

Regie: Tsutomu Hanabusa

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 04. April 2013 um 08:19 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2013, 3D Filme Aktuell im Kino.

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