My Bloody Valentine 3D

Veröffentlicht am Donnerstag, 31. Dezember 2009. Geschrieben von admin.

My Bloody Valentine 3D gehört in die Reihe von Remakes alter Slasher-Filme aus den frühen 80ern, die in den letzten Jahren den Weg zurück auf die Leinwand gefunden haben, wie Halloween, A Nightmare On Elm Street oder Texas Chainsaw Massacre.
Das kanadische Original von 1981 war an den Kinokassen relativ erfolgreich, machte aber Schlagzeilen wegen seiner expliziten Gewaltdarstellung und den zahlreichen Bluteffekten. Eine ungeschnittene Fassung des Originals kam deshalb als Special Edition erst mit dem Kinostart des Remakes, 28 Jahre später, auf den Markt.

Im amerikanischen Städtchen Harmony ereignet sich ausgerechnet am Valentinstag ein Grubenunglück, das mehrere Menschenleben fordert. Das ist aber nichts im Vergleich zu dem, was der Unfall noch an Folgen hat, denn der einzige Überlende, der Bergmann Harry Warden, hat den Verstand verloren. Eben erst aus dem Koma erwacht, richtet er im Krankenhaus unter Personal und Patienten ein grausames Massaker an, ehe er in der Unglücksmine verschwindet.
Zehn Jahre später kehrt Bergwerkserbe Tom nach Harmony zurück, um die Unglücksmine zu verkaufen. Der Zufall will es, dass er ausgerechnet an einem Valentinstag zurück in die Stadt kommt. Als kurz darauf übel zugerichtete Leichen auftauchen, fällt der Verdacht sofort auf Tom. Der wiederum vermutet, dass Harry Warden vor zehn Jahren nicht in den Minen umgekommen ist und nun wieder sein Unwesen treibt. Auch Sheriff Alex, der Mann von Toms Ex-Freundin Sarah, macht sich verdächtig. Während der Zuschauer rätselt, wer der Mörder mit der Spitzhacke ist, werden weiter die Einwohner von Harmony dahin gemetzelt.

Wie bei Slasher Filmen üblich, kommt die Handlung über ein Solides Grundgerüst nicht heraus. Dasselbe gilt für die Darsteller. Da große Schauspielkunst ohnehin nicht erforderlich ist, wenn man einen vermummten Killer mit Spitzhacke darstellt, reichen ordentliche Seriendarsteller als Cast vollkommen aus. Jensen Ackles, alias der Minenerbe Tom, ist vor allem als Dean Winchester in der Serie „Supernatural“ bekannt.
Wer bei einem Slasher Film allerdings auf komplexe Handlungen, tiefgründige Charakteren oder verschlungene Handlungen hofft, der ist schlichtweg im falschen Genre. Hier geht es vor allem um Spannung, ein rasantes Tempo und blutige Effekte, die dem Zuschauer den einen oder anderen Schauer den Rücken herunterlaufen lassen sollen und damit kann Regisseur Patrick Lussier dienen. Patrick Lussier, der vor allem als Cutter mit Regisseur Wes Craven zusammen arbeitet, ist im positiven Sinne ein grundsolider Handwerker, von dem kein Geniestreich zu erwarten ist, der einen aber auch nicht enttäuschen wird.

Der geheime Star des Films ist natürlich die 3D-Technik. Das verheißt noch schockierende Effekte, noch größeren Grusel. Im Wesentlichen hält My Bloody Valentine 3D in dieser Hinsicht auch was er verspricht. Unwillkürlich duckt man sich vor der heran sausenden Spitzhacke als wäre sie für einen selbst bestimmt. Zumal Patrick Lussier den Effekt nicht überstrapaziert. Was allerdings fehlt, was auch noch kein 3D Film geliefert hat, das ist die eine Szene, die nur als 3D Effekt funktioniert.

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 31. Dezember 2009 um 12:59 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2009.

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