ParaNorman (3D)

Veröffentlicht am Donnerstag, 23. August 2012. Geschrieben von .

Wer „Coraline“ (2009) und die Story rund um Knopfaugen geliebt hat, für den liefert das Animationsstudio Laika jetzt Nachschub. Und dafür kombiniert es 3D-Effekte mit Stop-Motion-Animation in einer deutlich ausgereifteren Form. Vor drei Jahren war die Technik ja leider noch nicht ganz so weit.

„ParaNorman“ setzt erneut auf Puppen (Videos zur Entstehung gibt es bei YT), die liebevoll gefertigt und für jedes einzelne Bild minimal verändert wurden. Ein unglaublicher Aufwand, der sich aber lohnt. Zumal das Regie-Duo Sam Fell und Chris Butler nicht nur auf eine ansprechende Optik setzt, sondern auch Wert auf Anspruch und Story legt.

Kurzinhalt

Norman Babcock hat eine außergewöhnliche, aber nicht wirklich schöne Gabe: Er kann tote Menschen sehen und mit ihnen kommunizieren. Das glaubt ihm allerdings niemand. Seine Eltern, seine Schwester Courtney und auch seine Lehrer bzw. Mitschüler halten ihn für durchgeknallt. Nur sein Onkel Prenderghast und sein Kumpel Neil stehen hinter ihm. Auch, als Norman rausfindet, dass auf seinem Heimatstädtchen der böse Fluch einer Hexe liegt und alles zerstört werden soll. Wieder lachen ihn alle aus, doch als die ersten Zombies in Blithe Hollow einmarschieren, ist Schluss mit lustig. Norman muss gemeinsame Sache mit seinen Feinden machen, um den Fluch zu brechen.

Kritik

Wie auch schon „Coraline“ ist „ParaNorman“ anders. Kein 3D-überhypter Film mit schlechtem Drehbuch und platten Charakteren, sondern eine kleine Liebeserklärung an oft übersehene Details und Feinheiten. Dafür setzen Sam Fell und Chris Butler auch auf Querverweise zu anderen „Gruselfilmen“ (schon Normans Gabe erinnert sofort an „The Sixth Sense“), doch niemals vordergründig oder unpassend. Sie schaffen es, dass „ParaNorman“ Themen wie Gruppendynamik und Solidarität aufgreift und dennoch witzig und unterhaltsam ist. Und auch die Action kommt nicht zu kurz.

Was interessant ist: Um den Figuren eine große Bandbreite an Emotionen zu ermöglichen, wurde mit einem 3D-Drucker (Z-Core) gearbeitet, der 31.000 Gesichtsteile ausgespuckt hat. Allein für Norman hatte das Team 8.000 verschiedene Gesichtsausdrücke parat. Ein tolles Video dazu gibt es hier!

Beachtlich ist auch die Palette der Schauspieler, die den Figuren im Original ihre Stimmen geliehen haben: John Goodman, Casey Affleck, Anna Kendrick, Bernard Hill oder Jodelle Ferland. Hier wird die deutsche Synchronisation natürlich nicht ganz mithalten können, weshalb es empfehlenswert ist, sich „ParaNorman“ auch in Englisch anzusehen. Überhaupt sollte man sich diese fantastisch animierte Grusel-Familienkomödie nicht entgehen lassen. Sie garantiert beste Unterhaltung und entführt 92 Minuten lang in eine andere Welt.




Kinostart: 23.08.2012

Originaltitel: ParaNorman

Sprecher: Casey Affleck, Anna Kendrick, John Goodman

Regie: Sam Fell, Chris Butler

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 23. August 2012 um 08:14 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

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