Ronal der Barbar 3D

Veröffentlicht am Freitag, 23. Dezember 2011. Geschrieben von .

Barbarenfilme sind ein Genre, das derzeit ein echtes Revival zu erleben scheint. Denn eigentlich stammen Streifen dieser Art aus einer längst vergangenen Zeit, den 80er Jahren. Aus Zeiten, in denen Darsteller wie Arnold Schwarzenegger nur wenig Text hatten und stattdessen lieber die Muskeln haben sprechen lassen. Doch irgendwie hat man in diesem Jahr noch nicht genug davon und bringt nach der 3D-Version von „Conan“ nun auch noch die 3D-Animation „Ronal der Barbar“ in die Lichtspielhäuser. Die dänische Antwort auf den Hollywood-Krieger mit Sixpack und Lendenschurz. Mit dem wenig-versprechenden Untertitel „Balls, Babes and Muscles“.

Kurzinhalt

In seinem Dorf ist Ronal ein Außenseiter, der aufgrund seiner schmalen Statur von den größtenteils muskelbepackten Bewohnern, den Barbaren, gemieden wird. Während diese sich ausschließlich auf ihren Körperkult konzentrieren, geht Ronal anderen Hobbys nach. Wie es das Schicksal aber so will, überleben ausgerechnet er und sein übergewichtiger Freund Alibert den Angriff von den Mannen des Prinzen Volcazar. Sie machen sich auf in die große Schlacht und treffen dabei unterwegs auf die Kriegerin Zandra und den Elf Eric, der so ziemlich gar nichts kann.

Kritik

Die Story ist zwar keine Neue, dennoch hat das Regie-Duo Kresten Vestbjerg Andersen und Thorbjørn Christoffersen gemeinsam mit Philip Einstein Lipski eine Animationskomödie kreiert, die mal wieder nur so vor Ironie und Zynismus strotzt. Viele Szenen sind natürlich deutlich unter der Gürtellinie (im wahrsten Sinne des Wortes) und recht derbe, weshalb „Ronal der Barbar“ nichts für schwache Nerven ist. Familienunterhaltung gleich gar nicht, was eigentlich schon der Blick auf das Kinoplakat klar machen dürfte.

Auch die Animationstechnik ist aufgrund des geringen Budgets eher dürftig ausgefallen und kann nicht mal ansatzweise mit der großer Konkurrenzstudios wie Pixar o.ä. mithalten. Der Einsatz von 3D ist ebenso überflüssig, denn auf besondere Details oder Szenen, in denen der Effekt überhaupt zum Tragen kommen würde, wurde ohnehin verzichtet. Der Besuch der 2D-Version reicht also vollkommen.

So ist „Ronal der Barbar“ in erster Linie Geschmackssache und kein Kino für jedermann. Eine jüngere Zielgruppe dürfte sich eventuell gut unterhalten fühlen, alle anderen werden von den flachen Witzen und der mangelhaften Umsetzung aber eher enttäuscht sein.

Kinostart: 22.12.2011

Originaltitel: Ronal the Barbarian

Darsteller: Brigitte Nielsen, Lars Mikkelsen, Sven-Ole Thorsen

Regie: Kresten Vjestberg Andersen, Philip Einstein Lipski, Thorbjørn Christoffersen

Dieser Artikel wurde am Freitag, 23. Dezember 2011 um 09:34 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2011, 3D Filme Aktuell im Kino.

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