Step Up 4: Miami Heat 3D

Veröffentlicht am Freitag, 31. August 2012. Geschrieben von .

Seit dem Fortschritt der 3D-Technologie erfreut sich neben dem Action-Genre auch noch eine andere Sparte an den neuen Möglichkeiten: die des Tanzfilms! Breakdancemoves und Flashmobs erhalten eine ganz neue Ausdruckskraft, wenn sie dreidimensional wahrgenommen werden können. Alles wirkt bunter, lebendiger, größer. Das hat Regisseur Jon M. Chu schon 2010 mit „Step Up 3D“ gezeigt und weltweit insgesamt knapp 160 Millionen Dollar eingespielt. Zwei Jahre später ist es an der Zeit für Nachschub und um den hat sich diesmal Scott Speer gekümmert, der sich bislang hauptsächlich mit dem Dreh von Musikvideos beschäftigt hat.

Kurzinhalt

Die Kellner Sean (Ryan Guzman) und Eddie (Misha Gabriel) verdienen sich ihren Lebensunterhalt in einem schicken Hotel, in dem die Schönen und Reichen sich auf Sonnenliegen wälzen und wilde Partys am Strand feiern. Nach Feierabend schwingen sie ebenfalls das Tanzbein und zwar mit ihrer Crew „The Mob“. Mit der wollen sie bei einem YouTube-Wettkampf ein saftiges Preisgeld von 100.000 Dollar einstreichen. Allerdings brauchen sie dazu 10 Millionen Klicks für ihren Channel. Deshalb legen sie auf Straßen, in Restaurants oder Museen mit aufwendig inszenierten Choreographien los und sichern sich die Aufmerksamkeit der lokalen Medien. Aber erst die neue Tänzerin Emily (Kathryn McCormick) hat die entscheidende Idee für einen genialen Flashmob, welcher schließlich dafür sorgt, dass die 10 Millionen-Marke geknackt wird. Was außer Sean aber niemand weiß: Sie ist die Tochter des Bauunternehmers Anderson (Peter Gallagher), der das gesamte Viertel, in dem „The Mob“ und viele andere leben, platt machen will. Emily muss sich nicht nur entscheiden, auf welcher Seite sie steht, sie muss zugleich auch ihre Tanzprüfung bei einer Company bestehen. Und das bringt auch die Freundschaft von Sean und Eddie in Gefahr.

Kritik

„Step Up Revolution“. So heißt der 4. Teil der „Step Up“-Reihe im Original und es ist nicht ganz verständlich, warum er mit „Step Up: Miami Heat“ übersetzt werden musste. Auch, wenn dieser Titel angesichts der heißen Temperaturen in Florida und den vielen perfekten, sonnengebräunten Körpern angebracht ist. Doch darüber lässt sich hinwegsehen, denn egal, wie man den Film nennt: er revolutioniert das Genre des 3D-Films. Nicht mit der Story, denn die Geschichte ist nichts Neues. Auch nicht mit den Dialogen, denn die sind teilweise wieder sowas von klischeehaft, dass es wehtut. Wenn Emily zum Beispiel sagt, dass sie lieber in so armen Verhältnissen wie Sean aufgewachsen wäre, dann möchte man sich am liebsten die Ohren zu halten. Ebenso beim Nike-Deal am Ende des Streifens.

Nein, „Step Up: Miami Heat“ hat seine Stärken in anderen Bereichen. Und zwar in den Choreographien. Selten waren sie so spektakulär und fesselnd wie im vierten Teil. Ob die Eröffnungsszene mitten in einem fingierten Stau oder die Inszenierung während einer Kunstausstellung (Gänsehaut!) – hier wird das volle Portfolio aufgefahren. Dafür durften nicht nur jede Menge neue Gesichter vor die Kamera (Ryan Guzman und Kathryn McGormick überzeugen tänzerisch absolut), sondern auch einige bekannte, wie das von Robert „Moose“ Alexander III (Adam Sevani), der bereits in Teil 2 und 3 mit von der Partie war.

Alles in allem liefert Scott Speer den wohl gelungensten Teil der Reihe ab und versteht es sehr gut über fast 100 Minuten Filmlänge zu begeistern. Auch die 3D-Effekte zeigen absolut Wirkung und sind den Zuschlag wert. Nur warum es so schwer ist, endlich mal ein vernünftiges Drehbuch mit genialen Choreographien zu vereinen, das wird man wohl nie begreifen.


Kinostart: 30.08.2012

Originaltitel: Step Up Revolution

Darsteller: Ryan Guzman, Kathryn McGormick, Misha Gabriel

Regie: Scott Speer

Dieser Artikel wurde am Freitag, 31. August 2012 um 09:41 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

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