The Amazing Spider-Man 3D

Veröffentlicht am Donnerstag, 28. Juni 2012. Geschrieben von .

Kopfüber von Feuerleitern hängen und Mädchen küssen, Netze aus Handgelenken schnipsen lassen, unverschämt gut in einem hautengen Kostüm aussehen – ja, Spider-Man hat es schon ordentlich drauf. Zumindest in Gestalt von Tobey Maguire, der den Superhelden von 2002 bis 2007 verkörpert hat. Auf Spider-Man 4 hatte der dann aber keine Lust mehr, ebenso wenig wie Kirsten Dunst oder Regisseur Sam Raimi. Nachdem es Streitigkeiten rund ums Drehbuch gegeben hat, entschied man sich deshalb dazu, die Geschichte von Spider-Man nicht weiter, sondern einfach noch mal von Beginn an zu erzählen. Also praktisch als Reboot. Mit einem neuen Cast. Zu dem zählen neben Andrew Garfield und Emma Stone auch Martin Sheen und Sally Field.

Kurzinhalt

Schüler und Außenseiter Peter Parker (Andrew Garfield) lebt bei seiner Tante (Sally Field) und seinem Onkel (Martin Sheen) und führt ein normales, durchaus langweiliges Leben. Er verbringt viel Zeit mit seiner einstigen Jugendliebe Gwen (Emma Stone), zu der er ein gutes Verhältnis hat. Als er eines Tages im Keller einen alten Aktenkoffer seines Vaters findet, wird er neugierig und stellt fest, dass es irgendwie eine Verbindung zu Dr. Curt Connors (Rhys Ifans), einem ehemaligen Freund seines Vaters, gibt. Alle Zeichen führen ihn zur Forschungsanlage von Oscorp Industries. Dort wird er während seiner Suche von einer genmanipulierten Spinne gebissen und entdeckt kurz darauf, dass er übermenschliche Kräfte hat. Er freundet sich mit Dr. Connors an, der an einem Serum für die Menschheit arbeitet. Als er sich dieses bei einem Selbstversuch spritzt, verwandelt er sich allerdings in Lizard, den wohl größten Feind Spider-Mans. Und das ist bald nicht mehr das einzige Problem, das Peter hat.

Kritik

Andrew Garfield als Spider-Man? Das war lange Zeit irgendwie unvorstellbar. Tobey Maguire war nahezu magisch mit der Heldenfigur verbunden. Die erfolgreiche Trilogie hat schließlich geprägt. Dem „neuen“ Spider-Man gelingt aber eine echte Überraschung. Er funktioniert in der Rolle des Spinnenmannes und verleiht ihm neue Charakterzüge. Ebenso wie auch Regisseur Marc Webb, der mit dem Vorschlag eines Reboots zunächst auf Unverständnis gestoßen ist.

Mit „The Amazing Spider-Man“ beweisen beide Männer, dass Wagnisse sich doch lohnen können. Schon beim ersten Teil der Comic-Verfilmung hat sich Mut schließlich ausgezahlt. Mit Sam Raimi wurde damals ein nahezu unbekannter Regisseur mit einem gigantischen Projekt betraut und hat letztlich eine Sensation geschafft. Das scheint sich also wie ein roter „Spinnenfaden“ durch die Thematik zu ziehen.

Auch wenn die Story bei „The Amazing Spider-Man“ natürlich keine Neue ist, schafft das Script gewisse Abweichungen und beschränkt sich auf markante Handlungspunkte. Damit entzieht sich der Film mehr oder weniger einem direkten Vergleich mit Spider-Man 1-3. Auch stilistisch, denn „The Amazing Spider-Man“ ist deutlich düsterer angelegt. Der Cast präsentiert sich ebenfalls in veränderter Form. Peter Parker wird nicht länger als Nerd, sondern wesentlich cleverer dargestellt, die Rolle der Mary Jane fällt dagegen ganz weg und wird durch die der Gwen Stacy ersetzt.

„The Amazing Spider-Man“ weiß damit in so ziemlich allen Bereichen zu überraschen. Und zu überzeugen. Der Film ist emotional ansprechend, hat Ecken und Kanten, und dürfte nicht nur Comicfans fesseln. Einzig an den 3D-Effekten hapert es mal wieder. Sie kommen nur minimal zum Tragen.

Kinostart: 28.06.2012

Originaltitel: The Amazing Spider-Man

Darsteller: Andrew Garfield, Emma Stone, Rhys Ifans, Sally Field

Regie: Marc Webb

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 28. Juni 2012 um 08:45 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

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