Titanic 3D

Veröffentlicht am Donnerstag, 05. April 2012. Geschrieben von .

Fast genau 100 Jahre ist es her, dass die RMS Titanic auf ihrer Jungfernfahrt mit einem Eisberg kollidiert und in der Folge im eiskalten Nordatlantik gesunken ist. Ein Unglück, das knapp 1.500 Menschenleben gefordert hat und bis heute zu den größten Katastrophen in der Seefahrt zählt. Damit ist die Titanic aber auch zu einer Art Legende geworden und war bereits Stoff für zahlreiche Verfilmungen: „Titanic“ (1943), „Die letzte Nacht der Titanic“ (1958), „Hebt die Titanic“ (1980) oder ganz aktuell „Titanic: Blood and Steel“, eine zwölfteilige Fernsehserie. Denkt man an die Titanic ist aber vor allem eine Verfilmung unvergessen – die von James Cameron aus dem Jahr 1997. Mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio in den Hauptrollen. Und genau diese läuft seit heute wieder in den Kinos – in 3D!

Kurzinhalt

Brock Lovett (Bill Paxton) und sein Team sind auf der Suche nach dem „Herz des Ozeans“, einem Collier, was angeblich an Bord der Titanic gewesen sein soll. Mit diversen Gerätschaften arbeiten sie sich bis zum Wrack des Schiffs vor, wo sie schließlich einen kleinen Tresor bergen. Diese enthält allerdings nicht den Schmuck, sondern nur eine alte Zeichnung, auf welcher das Collier ebenfalls zu sehen ist. Bei der Ausstrahlung des Fundes in den lokalen Nachrichten wird Rose Dawson-Calvert (Gloria Stuart) darauf aufmerksam und erkennt sich selbst wieder. Sie reist zu Brock und erzählt ihre Geschichte.

Dabei wird bekannt, dass sie gemeinsam mit ihrer Mutter Ruth und ihrem Verlobten Caledon Hockley (Billy Zane) auf der Titanic in der 1. Klasse nach Amerika unterwegs war, um dort zu heiraten und ihre Familie vor der drohenden Mittellosigkeit zu bewahren. Mit an Bord war auch Jack Dawson (Leonardo DiCaprio), der sein Ticket für die Dritte Klasse einem glücklichen Händchen beim Pokern zu verdanken hatte, und sich schnell in die schöne Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) verguckt hat. Die beiden kommen sich verbotenerweise näher, sehr zum Missfallen von Rose’s Umfeld. Als die Titanic einen Eisberg rammt, eskaliert die ganze Situation und das verliebte Pärchen muss ums nackte Überleben kämpfen. Kurz nach dem Untergang der Titanic, kann Rose sich auf ein Stück Treibholz retten, während Jack im kalten Wasser bleibt. Als Stunden später endlich Hilfe kommt, ist er erfroren und kann nicht mehr gerettet werden. Rose nimmt daraufhin seinen Namen an und baut sich unter falscher Identität ein neues Leben in Amerika auf.

Kritik

Sieben Jahre hat James Cameron an der 3D-Umsetzung seines Blockbusters „Titanic“ gearbeitet. Kapp 18 Millionen Dollar hat er für ein 300-köpfiges Teams von Spezialisten ausgegeben, die jedes einzelne Bild bearbeitet und rekonstruiert haben, damit sein oscarprämiertes Meisterwerk 15 Jahre später auch die nächste Generation erreicht. Der Aufwand hat sich allerdings nur teilweise gelohnt, denn ein 2D-Film bleibt nunmal ein 2D-Film. Auch wenn er so grandios wie „Titanic“ ist.

Den Vorsatz, die Geschichte mit 3D auf ein anderes Niveau heben zu können, erfüllt James Cameron somit nicht ganz. Die 3D-Effekte sind schön und gut, kommen aber in vielen Sequenzen gar nicht wirklich zum Tragen. Im Gegenteil, sie beeinträchtigen teilweise die Farben und auch Gesichter erhalten eine leichte, störende Unschärfe. Wer den Film also nur wegen dem Zusatz „3D“ schauen möchte, sollte sich das noch mal überlegen. Weder mit „Avatar – Aufbruch nach Pandora“ noch „Hugo Cabret“ kann die dreidimensionale Version von „Titanic“ hinsichtlich der Effekte mithalten.

Aber: Es ist und bleibt ein bewegender, großartiger Film, der mit 15-jähriger Distanz auf der großen Leinwand noch einmal ganz neu zu Leben erwacht und einen nicht weniger fasziniert und mitreißt. Wer „Titanic“ schon 1997/98 kitschig fand und auch „My Heart Will Go On“ nicht mehr hören kann, dem wird ein erneuter Kinobesuch wohl kaum in den Sinn kommen. Doch alle, die mit der Zeit das Charisma des Films entdeckt und vielleicht auch eine romantische Ader in sich haben, sollten sich von den schwachen 3D-Effekten nicht abhalten lassen. Denn wie auch die Titanic selbst, wird wohl auch die Verfilmung in 100 Jahren noch nicht vergessen sein. 3D hin oder her.

Kinostart: 05.04.2012

Originatitel: Titanic 3D

Darsteller: Kate Winslet, Leonardo DiCaprio, Billy Zane, Bill Paxton

Regie: James Cameron

Dieser Artikel wurde am Donnerstag, 05. April 2012 um 10:16 erstellt, und verzeichnet unter 3D Filme 2012, 3D Filme Aktuell im Kino.

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